Aut-idem-Liste - Ein erster Schritt zur Einigung

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) teilte am 07. Januar 2014 mit, dass sich der GKV-Spitzenverband und der DAV auf einen Katalog mit pharmazeutischen Kriterien geeinigt haben, nach denen Wirkstoffe in die sogenannte Substitutions-Ausschlussliste aufgenommen werden sollen.

Die ersten beiden Wirkstoffe, die nach Auskunft eines DAV-Sprechers ab dem 1. April 2014 nicht mehr ausgetauscht werden dürfen, sind das Immunsuppressivum Ciclosporin und das Antiepileptikum Phenytoin.

Wenn Arzneimittel mit diesen beiden Wirkstoffen verordnet wurden, so dürfen diese künftig – ab 1. April 2014 – nicht mehr gegen wirkstoffgleiche, durch Rabattverträge eigentlich vorgeschriebene andere, Arzneimittel ausgetauscht werden. Das aut-idem-Procedere findet hier also keine Anwendung mehr.

Hintergrund sind seit längerem andauernde Diskussionen um eine potenzielle Gefährdung des Patienten, wenn ein zwar wirkstoffgleiches, aber in seiner galenischen Zusammensetzung abweichendes Arzneimittel abgeben wird, welches zwar seine Bioäquivalenz zum Original nachweisen musste, aber in der Praxis eben doch eine etwas veränderte Pharmakokinetik zeigen könnte.

Die Schiedsstelle zur Festlegung dieser Vorgaben wird unter Mitwirkung  von Gutachtern nach gemeinsam festgelegten Kriterien zeitnah die Aufnahme von weiteren Wirkstoffen in diese Liste prüfen. Als Basis der zu prüfenden Wirkstoffe gilt eine vom DAV bereits im Frühjahr 2013 vorgelegte Liste.

Quelle: DAZ-Meldung vom 07.01.2014  

Link zur DAZ-Meldung

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